Bild: „Ich bin noch da. In Teilen. Aber da.“

Was ist zu sehen:

  • Vertikale Farbbahnen: Blau, Grün, Gelb, Braun
    → sie wirken wie Zeitspuren, Tage oder Phasen, die nebeneinanderstehen.
  • Rote Kreise / Wirbel
    → sie fallen auf, sind unruhig, kreisend, wiederkehrend.
  • Braune Rechtecke / Fragmente
    → schwer, kantig, teilweise „abgesetzt“, nicht verbunden.

Aussage – im Kontext von Aphasie & Krebs

1. Die vertikalen Linien
Sie geben Halt.
Wie ein Gerüst, ein Tagesrhythmus, eine Struktur:

Therapie – Warten – Hoffnung – Erschöpfung – Weitergehen.

Nicht schön im klassischen Sinn, aber tragend.

2. Die roten Kreise
Das sind keine Dekorationen.
Sie wirken wie:

  • Schmerzpunkte
  • Gedanken, die sich drehen
  • Worte, die nicht herauskommen
  • Erinnerungen oder Ängste, die immer wieder auftauchen

Sie sind nicht geordnet, sondern drängen sich auf.

3. Die braunen Fragmente
Sie stehen für:

  • Brüche
  • verlorene Selbstverständlichkeiten
  • Sprache in Stücken
  • Körperliches Gewicht (Krankheit, Müdigkeit, Chemie, OP)

Sie liegen nicht im Fluss, sondern dazwischen.

Gesamtdeutung

Ein Mensch hält sich an Struktur fest, während innen alles kreist und zerfällt – und trotzdem bleibt alles aufrecht.

Das Bild sagt nicht:

„Es geht mir gut.“

Sondern:

„Ich bin noch da. In Teilen. Aber da.“

Gerade in Zeiten von Aphasie ist das stark:

  • Keine Worte nötig
  • Kein Erklären
  • Keine Rechtfertigung

Kurz gesagt

Aussage des Bildes:

Überleben mit Fragmenten. Ordnung als Halt. Schmerz als Bewegung. Identität im Übergang.

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