myBäume + Gedicht

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Ein stiller Glanz im Sonnenschein

Am Hauptbahnhof in Würzburg steht,ein Lauch so rund, so groß, so fein.Mit violetten Blättern wehtein stiller Glanz im Sonnenschein. Er wächst dort kräftig, stolz und schön,ein kleiner Gruß im Stadtgetriebe.Man bleibt kurz stehen, kann ihn sehn —ein Wunder voller Gartenliebe.

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Sanft und klar

Bitternussblatt im Garten—wunderbar herbstlich,ein leises Gold im kühlen Licht.Es knistert wie ein altes Versprechen,das zwischen Beeten langsam spricht. Der Wind streicht drüber, sanft und klar,als wüsste er: Jetzt darfst du gehn.Du hältst noch einmal Sonne fest—und lässt sie dann im Fallen stehn. Unter dir duftet Erde dunkel,Apfel, Moos und feuchtes Gras.Ein Blatt, das bitter heißen

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Wächter aus Schatten

Am Heuchelhof steigt der Morgen leise auf,ein goldener Atem über stillen Dächern.Bäume stehen da wie Wächter aus Schatten,und plötzlich trifft sie das Licht – ganz genau. Die Kronen glühen, als hätten sie Feuer gelernt,jeder Zweig ein dünner Strich Hoffnung.Der Tau hält kurz den Himmel fest,bevor er in die Erde zurückflüstert. Ein Vogel zieht eine helle

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Herrlich weiß

Schnee im Baum,am dunklen Stamm –ein leiser Atem der Nacht. Schnee an den Ästen,sanft aufgelegt,als hätte der Himmelinnegehalten. Schnee an den Zweigen,fein wie Staub aus Licht,jeder Hauch bewahrt,jede Bewegung vergessen. Alles steht still.Die Welt spricht weiß. Ein Wunder liegt im Geäst,unschuldig, ruhig,wunderbarer Schnee.

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Ein Zweig im Schnee – Heuchelhof

Ein Zweig, ganz still, im schweren Weiß,die Stadt hält den Atem an.Der Heuchelhof liegt weich gebettet,als hätte der Himmel verziehen,was laut war, was eilte. Schnee fällt dicht wie vergessene Worte,legt sich auf Dächer, auf Wege, auf Zeit.Der Zweig trägt mehr, als er sollte,beugt sich –doch bricht nicht. Würzburg schweigt für einen Moment,Straßen werden zu Spuren,Licht

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Rundlicht

In der Lampe wachsen Pflanzen,rund und mächtig ihre Form.Blätter ruhen wie Gedanken,still gehalten, warm umschlossen. Ein grüner Atem füllt das Glas,kein Wind, doch lebendig.Kreise tragen Kraft und Zeit,als wüsste das Licht,wie Wachstum sich schützt. Still stehen sie da –nicht klein, nicht zart,sondern gesammelt,bereit.

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Waldkiefer im Winterlicht

Die Waldkiefer steht im Winter frei,ihr Atem raucht, ihr Stamm wird neu.Die Zweige tragen stillen Traum,gezeichnet fein vom kalten Raum. Die Sonne sinkt, ein letzter Scheinlegt Gold und Glut auf jedes Bein.Der Abend küsst den rauen Stamm,so warm, wie nur der Winter kann. Im roten Licht, das langsam bricht,steht sie ganz ruhig, verliert sich nicht.Und

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Zwei Blätter

Ein großes Blatt, hellgrün und weit,breit wie ein stilles Stück von Zeit.Darauf ein kleines, dunkler, fein,als würd’ es sagen: Ich bin dein. Sie liegen still, doch ungetrennt,vom selben Hauch des Winds benannt.Verbunden sind sie – Blatt an Blatt –gemeinsam Form, gemeinsam Kraft. Das große schützt, das kleine hält,zwei Stimmen in derselben Welt.So prägen sie, was keiner

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