Ein Zweig im Schnee – Heuchelhof

Ein Zweig, ganz still, im schweren Weiß,
die Stadt hält den Atem an.
Der Heuchelhof liegt weich gebettet,
als hätte der Himmel verziehen,
was laut war, was eilte.

Schnee fällt dicht wie vergessene Worte,
legt sich auf Dächer, auf Wege, auf Zeit.
Der Zweig trägt mehr, als er sollte,
beugt sich –
doch bricht nicht.

Würzburg schweigt für einen Moment,
Straßen werden zu Spuren,
Licht zu einem leisen Versprechen.
Alles ist langsamer jetzt,
selbst das Denken.

Und dieser Zweig im Schnee
weiß etwas von Geduld:
Dass Last auch Schutz sein kann,
dass Ruhe nicht leer ist,
sondern voll von Morgen.

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