myBäume + Gedicht

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Ein Zweig im Schnee – Heuchelhof

Ein Zweig, ganz still, im schweren Weiß,die Stadt hält den Atem an.Der Heuchelhof liegt weich gebettet,als hätte der Himmel verziehen,was laut war, was eilte. Schnee fällt dicht wie vergessene Worte,legt sich auf Dächer, auf Wege, auf Zeit.Der Zweig trägt mehr, als er sollte,beugt sich –doch bricht nicht. Würzburg schweigt für einen Moment,Straßen werden zu Spuren,Licht

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Rundlicht

In der Lampe wachsen Pflanzen,rund und mächtig ihre Form.Blätter ruhen wie Gedanken,still gehalten, warm umschlossen. Ein grüner Atem füllt das Glas,kein Wind, doch lebendig.Kreise tragen Kraft und Zeit,als wüsste das Licht,wie Wachstum sich schützt. Still stehen sie da –nicht klein, nicht zart,sondern gesammelt,bereit.

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Waldkiefer im Winterlicht

Die Waldkiefer steht im Winter frei,ihr Atem raucht, ihr Stamm wird neu.Die Zweige tragen stillen Traum,gezeichnet fein vom kalten Raum. Die Sonne sinkt, ein letzter Scheinlegt Gold und Glut auf jedes Bein.Der Abend küsst den rauen Stamm,so warm, wie nur der Winter kann. Im roten Licht, das langsam bricht,steht sie ganz ruhig, verliert sich nicht.Und

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Zwei Blätter

Ein großes Blatt, hellgrün und weit,breit wie ein stilles Stück von Zeit.Darauf ein kleines, dunkler, fein,als würd’ es sagen: Ich bin dein. Sie liegen still, doch ungetrennt,vom selben Hauch des Winds benannt.Verbunden sind sie – Blatt an Blatt –gemeinsam Form, gemeinsam Kraft. Das große schützt, das kleine hält,zwei Stimmen in derselben Welt.So prägen sie, was keiner

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Es liegt im Gras, vom Wind gebracht

Ein Ginkgo-Blatt, so still und leicht,im sanften Gelb, das Sonne streicht.Es liegt im Gras, vom Wind gebracht –ein letzter Gruß der warmen Nacht. Die weiße Natur umhüllt den Raum,wie Schnee aus Stille, zart wie Traum.Und zwischen Frost und Winterzeitleuchtet das Blatt in Einsamkeit. Ein Hauch von Herbst im kühlen Land,ein goldner Faden, kaum erkannt.So zeigt

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Gefroren liegt das Blatt im Licht

Gefroren liegt das Blatt im Licht,dunkelbraun wie alte Erde,still – und doch ein kleines Gedichtvon Sommerwind und Blätterherde. Ein Frostkristall, so fein und klar,umhüllt die Adern zart und leise,als wär’s ein Schatz, ein Winterjahr,erzählt in stiller, glitzernder Weise. Die Sonne streift es sanft und warm,ein goldner Hauch auf kaltem Grund,und für einen winzigen Momentwirkt dieses

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Sonnenstrahl

Ein Blatt hängt am Baum,,der November hält den Atem an.Am Heuchelhof fällt weiches Licht,als hätt’ die Sonne kurz bedacht,dies eine Blatt sei wichtig heut. Es schimmert rot, ein Hauch von Gold,fast wie Erinnerung an Sommerwind.Ein letzter Glanz in kalter Luft,ein warmer Funken, der nicht vergeht. Stille ringsum.Nur ein Vogelzug in weiter Höhe.Und das Blatt —ruhig,

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Blätter ruhen

Im Herbst, wenn Winde leis verwehn,beginnen Blätter still zu gehn.Sie lösen sich vom starken Ast,als hätten sie nun Frieden, Rast. Erst tanzen sie – ein letztes Spiel,ein Flüstern noch, ein sanftes Ziel.Dann sinken sie, ganz ohne Klang,auf weichen Boden – Blatt um Blatt. Dort sammeln sie sich, braun und sacht,zu einem Teppich aus vergangner Pracht.Noch

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Ahornblatt – trug Licht, Wind und Wärme

Ein Ahornblatt,graugelb, still,liegt leise auf der Erde. Einst war es voller Glanz,trug Licht, Wind und Wärme,flüsterte Sommer in die Welt. Seine Adern tragen noch Erinnerung —an Sonne, an Regen, an Tanz im Wind. Energie, die war.Energie, die herrlich war.Ein Teil des Kreislaufs,ein Funken Leben. Nun stirbt es nicht —es wandelt sich. Wird Boden.Wird Nahrung.Wird Anfang.

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