
Am Heuchelhof steigt der Morgen leise auf,
ein goldener Atem über stillen Dächern.
Bäume stehen da wie Wächter aus Schatten,
und plötzlich trifft sie das Licht – ganz genau.
Die Kronen glühen, als hätten sie Feuer gelernt,
jeder Zweig ein dünner Strich Hoffnung.
Der Tau hält kurz den Himmel fest,
bevor er in die Erde zurückflüstert.
Ein Vogel zieht eine helle Linie durch die Luft,
und die Nacht tritt einen Schritt zur Seite.
So beginnt der Tag:
mit Sonne auf Rinde,
und Wärme, die sagt: Ich bin da.

