Der Bus rollt an, noch schläft die Stadt,
die Scheiben tragen Nacht wie feines Glas.
Wir sitzen warm im leisen Brummen,
Johanniter dabei – ein ruhiger Kompass.
Die Straße zieht sich wie ein dunkles Band,
Laternen blinzeln, müde, gelb und klein.
Dann hinten, über Feldern, über Kanten,
fängt der Himmel an, sich rot zu sein.
Ein Streifen Licht, ganz sacht, ganz nah,
als würde jemand den Morgen aufdrehen.
Gesichter werden weich im ersten Gold,
und alle Sorgen lernen kurz: gehen.
Uniformen, Jacken, Handschuhe im Griff –
nicht laut, nicht wichtig tuend, nur bereit.
So fährt man in den Sonnenaufgang:
mit Herz, mit Hand, mit Menschlichkeit.
Und irgendwo zwischen Kurve und Kilometer
wird aus „unterwegs“ ein stilles Ziel:
Ein neuer Tag steigt in den Bus,
setzt sich zu uns – und sagt nicht viel.
