
… startet mit einem augenzwinkernden Knall als Entführungskomödie: „Achtung! Das hier ist ein Überfall!“ – ein starker Einstieg, der sofort Spannung und Humor setzt. Danach kippt das Ganze in ein intimes Kammerspiel über Nähe, Angst, Politisches und Persönliches. Das funktioniert oft, weil der Abend mit Witz, Selbstironie und verletzlicher Offenheit das Theater selbst zum Verhandlungsraum macht: Was erwarten wir voneinander – privat wie politisch?
Kritisch bleibt aber, dass die Inszenierung diesen Wechsel nicht immer sauber trägt: Manches wirkt bewusst gesetztes Spielmaterial, das eher wie Impro-Ideen anmutet als wie zwingende Dramaturgie. Gerade in ruhigeren Passagen verliert der Abend stellenweise Tempo und Schärfe – der Impuls „Wir verhandeln jetzt wirklich etwas“ wird dann eher behauptet als konsequent geführt. So entsteht ein spannendes Konzept mit starken Momenten, das nicht durchgehend die gleiche Wirkungskraft hält.

