Gämswurzen im April

Kalt fällt der Regen
auf die stillen Gämswurzen,
als hätte der April
seinen Winter nicht vergessen.

Der Wind kommt scharf,
zerrt an Stängeln, Blättern und Mut,
und in den Hängen steht das Leben
mit gesenktem Kopf und offener Brust.

Ein Skrupel geht mit,
leise, rau und ungefragt,
als würde jede Böe prüfen,
was in uns standhält und was verzagt.

Doch die Gämswurzen weichen nicht.
Sie behaupten sich im nassen Grau,
im Zittern, im Frieren,
im Widerstand gegen Himmel und Tau.

So stehen sie da,
vom Regen gezeichnet, vom Wind umdrängt,
und zeigen, dass Stärke manchmal
ganz still aus Kälte wächst.

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