







Pfingstrosen im April,
noch zart, noch nicht ganz weit,
und doch schon voller Ahnung
von Blüte, Kraft und Zeit.
Sie wachsen still im Garten,
gedeihen Stück für Stück,
als trügen sie im Grünen
ein leifes Frühlingsglück.
Sie strecken sich dem Licht zu,
entwickeln Blatt um Blatt,
als wüsste die Natur längst,
was wirklich Zukunft hat.
Und alles scheint so einfach
im Wind, im Tau, im Baum,
als gäbe es kein Zögern,
kein Ringen, keinen Raum.
Doch wir in unsren Tagen
kennen die Schwere sehr,
das Wachsen in der Enge,
das Hoffen fällt oft schwer.
Die Pfingstrose zeigt leise:
Auch was noch ringt, wird weit.
Auch Mühe kann erblühen
zur rechten Frühlingszeit.

