
Am ersten Mai, im Sonnenlicht,
steht sie da und spricht doch nicht.
Die Pfingstrose, weiß und groß,
öffnet leise ihren Schoß.
Ihre Blüten — weich und klar,
durchscheinend, fast unsichtbar,
fangen Licht und Wärme ein,
als müssten sie ein Wunder sein.
Am Heuchelhof, in deiner Nähe,
spüre ich, wie ich stiller sehe.
So viel Schönheit, einfach da,
ganz zerbrechlich, wunderbar.
Es ist herrlich, dass es Blumen gibt,
dass etwas blüht, das niemand zwingt,
dass diese weiße Pracht besteht
und sanft durch unser Leben weht.
Für mich, für uns, in dieser Zeit,
ein Zeichen voller Dankbarkeit.
Die Pfingstrose im Maienlicht:
Sie sagt ganz still: Vergiss mich nicht.

