myBäume + Gedicht

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Birkenblatt

Ein einzelnes Birkenblatt,so dünn wie flüsterndes Papier,hängt noch am Zweig,als wüsste es nicht,dass der Herbst längst gegangen ist. Gold war es einmal.Jetzt trägt es Brauntöne,leicht zerknittert vom Wind,vom Frost,von der Zeit. Der Winter atmet daran vorbei.Kalter Nebel legt sich auf seine Adern,Schnee fällt —erst vorsichtig,dann schwerer,wie Erinnerungen. Manchmal löst es sich,schwebt tanzend zu Boden,ein letztes […]

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Sonnenstrahl

Ein Blatt hängt am Baum,,der November hält den Atem an.Am Heuchelhof fällt weiches Licht,als hätt’ die Sonne kurz bedacht,dies eine Blatt sei wichtig heut. Es schimmert rot, ein Hauch von Gold,fast wie Erinnerung an Sommerwind.Ein letzter Glanz in kalter Luft,ein warmer Funken, der nicht vergeht. Stille ringsum.Nur ein Vogelzug in weiter Höhe.Und das Blatt —ruhig,

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Blätter ruhen

Im Herbst, wenn Winde leis verwehn,beginnen Blätter still zu gehn.Sie lösen sich vom starken Ast,als hätten sie nun Frieden, Rast. Erst tanzen sie – ein letztes Spiel,ein Flüstern noch, ein sanftes Ziel.Dann sinken sie, ganz ohne Klang,auf weichen Boden – Blatt um Blatt. Dort sammeln sie sich, braun und sacht,zu einem Teppich aus vergangner Pracht.Noch

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Ahornblatt – trug Licht, Wind und Wärme

Ein Ahornblatt,graugelb, still,liegt leise auf der Erde. Einst war es voller Glanz,trug Licht, Wind und Wärme,flüsterte Sommer in die Welt. Seine Adern tragen noch Erinnerung —an Sonne, an Regen, an Tanz im Wind. Energie, die war.Energie, die herrlich war.Ein Teil des Kreislaufs,ein Funken Leben. Nun stirbt es nicht —es wandelt sich. Wird Boden.Wird Nahrung.Wird Anfang.

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Am Heuchelhof – Nebel, plötzlich Sonne

Der Morgen atmet still und sacht,der Nebel ruht auf Wegen.Die Dächer träumen, feucht und matt,vom nächtlich leisen Regen. Kein Laut, nur Grau, das alles hält,verwischt die Grenzen, leise.Die Stadt ist fern, die Zeit zerschellt,in Nebels milder Weise. Doch plötzlich – wie ein goldner Schlag,durchbricht ein Strahl die Stille.Die Sonne steigt, der Himmel wagtsein leuchtend stilles

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Stück Erinnerung, das nicht vergeht

Sie wächst im Schatten alter Bäume,wo Sonne selten bricht.Die Schale hart, der Kern verborgen,ein Stück Erinnerung, das nicht vergeht. Man sieht sie in den Augen jener,die zu früh verstanden haben,dass Süße ohne Bitterkeitnur flüchtig wäre wie der Wind. Sie liegt im Herbstlaub, schwer und ehrlich,glänzt stumpf, nicht schön, doch echt.Wer sie kostet, schmeckt das Leben

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Rot-Ahorn

Im Dämmergold der Waldeshallen,wo Moos wie flüsternd Träume spinnt,steht stolz, doch leise, ohne Prallen,ein Baum, der Feuerfarben bringt. Der Rot-Ahorn, im Morgenlichte,gleicht Flammen, die der Himmel malt.Er trägt in sich die sanften Pflichtedes Wandels, dem kein Leben fehlt. Ein Buschwerk seufzt in grünem Schweigen,der Wind durchblättert sanft sein Lied.Der Ahorn lässt sein Rot sich zeigen

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Hasel und Prunus

Grün die Hasel, sanft und fein,flüstert leis’ im Sonnenschein.Auf ihr klein, so zart und klein,blüht der Prunus – rosig rein. Zwei im Wind, doch still vereint,wie Gedanken, die sich meint.Ein Hauch von November, mild und sacht,bewahrt in Blättern letzte  Macht.

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Rinde spröde, Äste schwer

Ein Baum, einst stolz, mit weitem Arm,steht nun entblättert, karg und warm.Die Rinde spröde, Äste schwer,kein grünes Lied erklingt mehr. Doch in dem Holz, das langsam bricht,erwacht ein neues, leises Licht.Bakterien tanzen, Käfer graben,sie feiern Leben in alten Narben. Was stirbt, vergeht, und bleibt doch hier,im Atem, Erdgeruch, in dir.Die Kreise schließen, sanft und sacht

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Gläser schimmern, rund und klar

Ein Stein im Wald, so grau, so still,trägt eine Brille — weil er will.Die Gläser schimmern, rund und klar,als hätt’ er Augen, wunderbar. Zwei kleine Hörnchen, zart und fein,wachsen keck aus seinem Stein.Sie glitzern leicht im Morgentau,wie Fühler eines Traums genau. Wer ihn entdeckt, bleibt kurz erstaunt,weil Fantasie im Felsen wohnt.Ein Wesen schaut – halb

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