Roter Morgen am Heuchelhof

Der Morgen steht still am Heuchelhof,
als hätte die Zeit kurz angehalten.
Unten liegt Nebel – weich und schwer,
wie ein Tuch, das alles Leise bewahrt.

Über den Dächern beginnt das Licht,
nicht gelb, nicht hell –
sondern rot,
wie eine Flamme hinter der Welt.

Die Sonne steigt
über ein Meer aus Wolken,
Wellen ohne Wasser,
getragen vom Atem der Nacht.

Der Nebel am Boden schweigt,
zieht langsam durch Wege und Gärten,
als suche er Spuren,
die nur frühe Vögel kennen.

Und ich stehe da,
mit offenem Blick,
als wäre Würzburg ein Geheimnis,
das sich nur im Morgen zeigt.

Rot ist nicht nur Farbe.
Rot ist ein Versprechen:
Heute beginnt neu –
und alles darf leicht werden.

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