




Die Marienkapelle steht mitten auf dem Würzburger Marktplatz und wurde ab 1377 erbaut.
Obwohl sie groß ist, blieb sie eine Kapelle, da sie nie Pfarrkirche war. Besonders auffällig sind die kleinen Kramläden, die seit 1437 in die Außenwand integriert sind.
Im Inneren beeindrucken historische Grabmäler und kunstvolle Altäre.
Besonders sehenswert ist das Grabmal des Konrad von Schaumberg von Tilman Riemenschneider.
Auch die Silbermadonna von 1680 und vier Tafelgemälde aus dem Jahr 1514 sind bemerkenswert.
Eine Gedenkplatte erinnert an Balthasar Neumann, den berühmten Baumeister der Würzburger Residenz.
Am gotische Nordportal mit dem steinernen Relief über der Tür. Zwischen Gottes Mund und Marias linkem Ohr verläuft ein gedrehter, schlauchartiger Strahl. An ihm gleitet das Jesuskind hinab; eine Taube symbolisiert den Heiligen Geist.
Die bekannten Adam- und Eva-Figuren am Portal sind Kopien; die Originale befinden sich im Museum für Franken.
Die vielen schlanken, roten Zierspitzen an den Außenwänden der Marienkapelle sind überwiegend Fialen. Die größeren, tragenden Vorsprünge darunter sind Strebepfeiler.
Diese aufstrebenden Formen sind typisch für die gotische Architektur und lassen die Kirche besonders hoch und filigran wirken.
Ein Besuch lohnt sich besonders, um Kunst, Geschichte und Architektur an einem Ort zu erleben.
Da die Marienkapelle direkt am Marktplatz liegt, lässt sie sich wunderbar in einen Stadtspaziergang einbauen.

