Licht des Morgens
Im ersten Licht des Morgensöffnet sich die Pfingstrose still.Hellbraune Blätter erzählen vom Gestern,grüne Blätter träumen vom Heute.Zwischen beidenruht ihre zarte Schönheitwie ein leiser Gruß an den Tag.
Vincent Vélano – Stille zwischen uns
Open Stille zwischen uns „Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es willst; wünsche, dass es so geschieht, wie es geschieht.“ Epiktet Nach einem Schlaganfall verliert Vincent nicht sein Denken, nicht seine Gefühle – aber den selbstverständlichen Zugang zur Sprache. Worte, einst Werkzeug und Heimat, werden schwer, brüchig und fremd. Im weißen Licht der
Neubeginn
Alles Neueist ein Anfang. Vieles lief schief.Das war schwer. Trotzdem ist ein neuer Startsehr wertvoll. Ich sehe neu.Ich denke neu.Ich gehe neu. Eine neue Perspektivekann gut tun. Der Neustart ist unbekannt.Und doch ist er wünschenswert. Ich gehe langsam weiter.Schritt für Schritt. Der Anfang ist da.Und ich bin auch da.
Forsythie im Morgenlicht
Die Forsythie steht am Morgenrand,mit gelbem Leuchten übers Land.Wie kleine Sonnen blüht sie still,weil sie den neuen Tag begrüßen will. Ihr Gold strahlt warm im frühen Licht,als ob der Himmel zu ihr spricht.Dazwischen wachsen zart und kleingrüne Blätter ins Leuchten hinein. Sie hält den Tag schon vor sich auf,ganz ruhig nimmt er seinen Lauf.Ein neuer Morgen, weich und klar,und Frühling wird nun langsam wahr.
Weide im Sonnenschein
Die Weide steht im Sonnenschein,so weich, so still, so licht und fein.Gelblich-grün ihr sanftes Kleid,es leuchtet warm in Frühlingszeit. An ihren Zweigen, zart und klar,hängt leises Licht wie feines Haar.So viele Fäden, weich bewegt,vom Wind ganz still hinfortgetragen. Sie flimmert sacht im goldnen Schein,als atme sie den Morgen ein.Ein Baum aus Ruhe, mild und schön,bei dem die stillen Träume gehn. Und jeder Hauch, der sie berührt,hat sanfte Lieder mitgeführt.Die Weide glänzt im jungen Grün —wie Haare, die im Sonnenlicht blühn.
Sonne legt goldene Hände auf
Blau wie ein leiser Morgen, Krokusse stehen im Licht.Schmale Blätter – grüne Fäden, die die Erde aufschneidet, ohne Lärm. Die Sonne legt goldene Hände auf jedes Blau, wärmt die Kelche, bis sie sich mutig öffnen. Ein Hauch von Himmel am Boden,ein kleines Flammenmeer in Blau. Und unter allem: das Drängen, das Wachsen, als würde das
Winterrest und Wind
Primeln in Lila, ein Hauch von Blau,wie Morgenlicht auf Tau. Große Blätter, weich und rund,halten still den Frühlingsgrund. Zwischen Winterrest und Windsteht ihr Mut, so leise – und doch bestimmt. Ein kleiner Stern im kalten Grau:Primeln in Lila, mit leichtem Blau.
„Weiter“ zu dir flüstern
Schlüsselblumen im Frühling,golden im jungen Gras,die Sonne schreibt leise Kreiseauf jedes Blütenfass. Zwölf Grad – und doch genug,dass Hoffnung Atem findet,dass Winterreste weich werden,weil Licht die Kälte bindet. Ein warmer Strahl auf den Kelch,ein Flimmern auf den Blättern –als würde die Erde lächelnund „Weiter“ zu dir flüstern.







