Wahnsinnig blau
Traubenhyazinth,wahnsinnig blau und so klein,strebt lang in das Licht.
Traubenhyazinth,wahnsinnig blau und so klein,strebt lang in das Licht.
Die Weide im Garten, so zart und so fein,trägt gelbes Gespinst im Morgenschein.Wie leise Fäden im frischen Licht,tanzt Freude im Wind auf ihrem Gesicht. Sie streckt ihre Zweige dem Tage entgegen,als wollte sie Sonne und Wärme bewegen.Ein Flimmern, ein Leuchten, ein stilles Verstehen,als könnte man Hoffnung im Blühen sehen. So steht sie voll Freude im
Kalt fällt der Regenauf die stillen Gämswurzen,als hätte der Aprilseinen Winter nicht vergessen. Der Wind kommt scharf,zerrt an Stängeln, Blättern und Mut,und in den Hängen steht das Lebenmit gesenktem Kopf und offener Brust. Ein Skrupel geht mit,leise, rau und ungefragt,als würde jede Böe prüfen,was in uns standhält und was verzagt. Doch die Gämswurzen weichen nicht.Sie
Im leichten Wind,ein Flüstern aus Blüten,rötlich wie ein leiser Abend,noch bevor der Tag vergeht. Die Sonne streiftdie zarten Blätter,lässt sie glühen,als hätten sie das Licht getrunken. Jeder Zweig ein Atem,jeder Schatten ein Vers,und zwischen ihnenliegt ein stilles Versprechen. Für einen Moment nursteht die Zeit still,im roten Leuchten der Blüten,die fallen –wie Gedanken,die bleiben.
Im ersten Licht des Morgensöffnet sich die Pfingstrose still.Hellbraune Blätter erzählen vom Gestern,grüne Blätter träumen vom Heute.Zwischen beidenruht ihre zarte Schönheitwie ein leiser Gruß an den Tag.
Open Stille zwischen uns „Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es willst; wünsche, dass es so geschieht, wie es geschieht.“ Epiktet Nach einem Schlaganfall verliert Vincent nicht sein Denken, nicht seine Gefühle – aber den selbstverständlichen Zugang zur Sprache. Worte, einst Werkzeug und Heimat, werden schwer, brüchig und fremd. Im weißen Licht der
Alles Neueist ein Anfang. Vieles lief schief.Das war schwer. Trotzdem ist ein neuer Startsehr wertvoll. Ich sehe neu.Ich denke neu.Ich gehe neu. Eine neue Perspektivekann gut tun. Der Neustart ist unbekannt.Und doch ist er wünschenswert. Ich gehe langsam weiter.Schritt für Schritt. Der Anfang ist da.Und ich bin auch da.
Die Forsythie steht am Morgenrand,mit gelbem Leuchten übers Land.Wie kleine Sonnen blüht sie still,weil sie den neuen Tag begrüßen will. Ihr Gold strahlt warm im frühen Licht,als ob der Himmel zu ihr spricht.Dazwischen wachsen zart und kleingrüne Blätter ins Leuchten hinein. Sie hält den Tag schon vor sich auf,ganz ruhig nimmt er seinen Lauf.Ein neuer Morgen, weich und klar,und Frühling wird nun langsam wahr.