Ein braunes Blatt im Sonnenschnee
Ein braunes Blattim Sonnenschnee.Am Rand des Strauchsbleibt es stehen. Der Frost ist mild,das Licht ist wach.Der Winter hältkurz Atem an. Kein Wind.Nur Zeit.Und dieses Blatt,das nicht mehr fällt.
Ein braunes Blattim Sonnenschnee.Am Rand des Strauchsbleibt es stehen. Der Frost ist mild,das Licht ist wach.Der Winter hältkurz Atem an. Kein Wind.Nur Zeit.Und dieses Blatt,das nicht mehr fällt.
2026 wird uns vermutlich nicht retten.Aber es kann uns zurückführen: Wenn das gelingt, ist 2026 kein verlorenes Jahr – sondern ein bewusstes Jahr. Ich wünsche euch ein friedliches Jahr 2026. Deutschland – zwischen Stabilisierung und Zumutung Deutschland steht 2026 vor drei Spannungsfeldern: Tendenz: Kein Umbruch, aber ein leiser Neustart – wenn Dialog gelingt. Weltpolitik – fragile Ordnung,
Viburnum farreriSchneeball ohne Schnee,du stehst im Garten und wartestwie ich. Deine Knospen tragen Versprechen,weiß gedacht, nicht gefallen.Der 28. Dezember atmet grau,die Erde bleibt nackt. Kein Knirschen unter Schritten,kein leiser Frost am Rand der Zeit.Nur du, Natur im Winterkleid,das den Namen trägt, nicht das Wetter. Ach, könnte der Himmel sich erinnernan sein altes Wort aus Kälte
Im Rund von Zirkus Krone bebt der Boden vor Staunen,Männer mit Muskeln wie aus Erz geformt.Hände greifen Luft, stemmen die Welt,reine Kraft, die ruhig und lächelnd wird. Adern singen, Schultern glänzen,Gewichte schweigen – sie haben verloren.Ein Atemzug, ein Blick, ein Halt:Der Mensch erhebt sich über das Maß. Dann: Motoren im Zirkusball.Donner aus Stahl, kreisende Sterne.Reifen küssen Metall
In der Lampe wachsen Pflanzen,rund und mächtig ihre Form.Blätter ruhen wie Gedanken,still gehalten, warm umschlossen. Ein grüner Atem füllt das Glas,kein Wind, doch lebendig.Kreise tragen Kraft und Zeit,als wüsste das Licht,wie Wachstum sich schützt. Still stehen sie da –nicht klein, nicht zart,sondern gesammelt,bereit.
Schnee ruht auf Zweigen,als hätte die Zeit sich gesetzt.Er ist Gewicht und Schutz zugleich,Stille, die sichtbar wird. Er sagt: Halt an.Beug dich, aber brich nicht.Unter der Last wächst Geduld,unter der Kälte sammelt sich Kraft. Wozu führt das?Zu Ruhe.Zu einem Atem zwischen den Jahren.Zu neuem Grün, das warten gelernt hat.
Ein Tropfen hält den Atem an,der Frost zieht leise Kreise.Im Glas der Kälte wachsen Blasen,groß wie Gedanken, rund und weiß. Sie stehen still und sprechen nicht,doch tragen sie das Zittern der Luft.Zeit gefriert in klaren Kuppeln,ein Staunen bleibt im dünnen Licht. Kein Fallen mehr, kein Fließen jetzt —nur Schweigen, das sich wölbt und hält.Im Tropfen
Im grünen Garten,Dezember hält den Atem an,steht sie auf –eine weiße Stimme im Moos. Nicht laut.Aber entschieden.Ein Lichtstrich im Gras,der sagt: Es geht weiter. Kälte weicht einen Schritt zurück,Erde erinnert sich an Wärme,unter den Wurzelnzieht der Frühling schon seine Schuhe an. Die Pflanze hebt den Kopf,trägt Zukunft auf zarten Schultern,und jedes Blatt flüstert Energie:Ich bin früher
Viel Orange liegt im Morgen,als hätte die Nacht ihr Herz geöffnet.Die Häuser halten den Atem,die Wege hören zu. Ein Licht geht langsam auf,nicht laut, nicht eilig—es breitet sich auswie ein Versprechen,das niemand einfordert. Die Dächer werden warm,die Fenster wach.Ein Vogel setzt einen Punktin den Himmel. Wunderbar ist dieser Anblick,weil er nichts beweisen will.Er sagt nur:Hier
Sie steht.Nicht laut.Nicht eilig. Eine große rote Rosé,getragen von Ruhe,offen wie ein tiefer Atemzug. In ihren Blätternschläft Zeit,sanft gefaltet,voll Gespür. Energie fließt leise,nicht drängend,sondern wissend –wie Wärme im Abendlicht. Sie verlangt nichts.Sie schenkt. Und wer sie ansieht,wird stillund stark zugleich.