myBlume + Gedicht

Große rote Rosé

Sie steht.Nicht laut.Nicht eilig. Eine große rote Rosé,getragen von Ruhe,offen wie ein tiefer Atemzug. In ihren Blätternschläft Zeit,sanft gefaltet,voll Gespür. Energie fließt leise,nicht drängend,sondern wissend –wie Wärme im Abendlicht. Sie verlangt nichts.Sie schenkt. Und wer sie ansieht,wird stillund stark zugleich.

myBlume + Gedicht

Blätter im späten Herbst

Zusammengefaltet steht sie da,nur Blätter noch, kein Blühen mehr.Die Farbe ist ein leises Grün,vom Sommer bleibt ein sanfter Schimmer. Kein Duft, kein Aufbruch, keine Schau,nur Ruhe in den Adern der Pflanze.Sie weiß: Die Blüte ist nicht fort,sie hat sich nur nach innen gelegt. Im Schweigen wächst bereits der Frühling.

myBlume + Gedicht

Sonnenblume im Winter

Ich stehe still im weißen Feld,der Stiel vom Frost umarmt,und trage in mir den Sommer,der mich einst weit geöffnet hat. Gelb war mein Lachen im Licht,braun mein Herz, voll Körner und Zeit,blau der Himmel über mir,der mich jeden Morgen grüßte. Nun hat die Sonne sich versteckt,sie geht leis hinter Wolken fort.Doch ich erinnere ihr Gesicht,warm,

myBlume + Gedicht

Rosen im Abblühen

Die Rosen lassen los,mit voller Kraft getanzt,noch warm von Licht,noch randvoll Leben. Freude steht in ihren Adern,Energie im letzten Leuchten,und ja – auch Sterbengeht durch die Zeit. Doch auf den Blätternliegt ein Ganz:ein stiller Glanz,Tau wie Erinnerung. Nicht Ende nur,sondern Kreis.Nicht Verlust,sondern Ruhe im Ganzen.

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Erdbeere am Heuchelhof

Im Garten am Heuchelhof,still zwischen Gras und Licht,liegt die Erdbeere. Ein feinroter Blattsaumzeichnet ihren Rand,als hätte der Sommermit ruhiger Handeine Linie gesetzt. Kein Ruf, kein Glanz.Nur Nähe.Nur Reife.Ein kleines Rot,das den Gartenatmen lässt.

myBäume + Gedicht

Waldkiefer im Winterlicht

Die Waldkiefer steht im Winter frei,ihr Atem raucht, ihr Stamm wird neu.Die Zweige tragen stillen Traum,gezeichnet fein vom kalten Raum. Die Sonne sinkt, ein letzter Scheinlegt Gold und Glut auf jedes Bein.Der Abend küsst den rauen Stamm,so warm, wie nur der Winter kann. Im roten Licht, das langsam bricht,steht sie ganz ruhig, verliert sich nicht.Und

myBäume + Gedicht

Zwei Blätter

Ein großes Blatt, hellgrün und weit,breit wie ein stilles Stück von Zeit.Darauf ein kleines, dunkler, fein,als würd’ es sagen: Ich bin dein. Sie liegen still, doch ungetrennt,vom selben Hauch des Winds benannt.Verbunden sind sie – Blatt an Blatt –gemeinsam Form, gemeinsam Kraft. Das große schützt, das kleine hält,zwei Stimmen in derselben Welt.So prägen sie, was keiner

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Ein Bild in Grün

Ein Bild in Grün. Blätter, viele, geordnet im Zufall. Licht fällt in Schichten, zeichnet Kanten, deutet Tiefe an. Nichts ist übertrieben, alles wirkt genau so, wie es sein soll: ruhig, präzise, lebendig – eine stille Konstruktion aus Natur.

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X im Wald

Im Wald am Heuchelhofsteht ein Baummit einem X im Wald. Keiner weiß,wer es ritzte.Keiner weiß,wann es geschah. War es ein Wanderer?Ein Förster?Ein Mensch mit einer Botschaft? So bleibt das Xwie ein Flüstern der Zeit –ein stilles Reliktaus einer Welt,die weitergezogen ist.

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