Autorenname: ALL

myTerra

Zu einem Atem zwischen den Jahren

Schnee ruht auf Zweigen,als hätte die Zeit sich gesetzt.Er ist Gewicht und Schutz zugleich,Stille, die sichtbar wird. Er sagt: Halt an.Beug dich, aber brich nicht.Unter der Last wächst Geduld,unter der Kälte sammelt sich Kraft. Wozu führt das?Zu Ruhe.Zu einem Atem zwischen den Jahren.Zu neuem Grün, das warten gelernt hat.

myTerra

Tropfen im Frost

Ein Tropfen hält den Atem an,der Frost zieht leise Kreise.Im Glas der Kälte wachsen Blasen,groß wie Gedanken, rund und weiß. Sie stehen still und sprechen nicht,doch tragen sie das Zittern der Luft.Zeit gefriert in klaren Kuppeln,ein Staunen bleibt im dünnen Licht. Kein Fallen mehr, kein Fließen jetzt —nur Schweigen, das sich wölbt und hält.Im Tropfen

myBlume + Gedicht

Erste Weiße

Im grünen Garten,Dezember hält den Atem an,steht sie auf –eine weiße Stimme im Moos. Nicht laut.Aber entschieden.Ein Lichtstrich im Gras,der sagt: Es geht weiter. Kälte weicht einen Schritt zurück,Erde erinnert sich an Wärme,unter den Wurzelnzieht der Frühling schon seine Schuhe an. Die Pflanze hebt den Kopf,trägt Zukunft auf zarten Schultern,und jedes Blatt flüstert Energie:Ich bin früher

myTerra

Wie ein Versprechen

Viel Orange liegt im Morgen,als hätte die Nacht ihr Herz geöffnet.Die Häuser halten den Atem,die Wege hören zu. Ein Licht geht langsam auf,nicht laut, nicht eilig—es breitet sich auswie ein Versprechen,das niemand einfordert. Die Dächer werden warm,die Fenster wach.Ein Vogel setzt einen Punktin den Himmel. Wunderbar ist dieser Anblick,weil er nichts beweisen will.Er sagt nur:Hier

myBlume + Gedicht

Große rote Rosé

Sie steht.Nicht laut.Nicht eilig. Eine große rote Rosé,getragen von Ruhe,offen wie ein tiefer Atemzug. In ihren Blätternschläft Zeit,sanft gefaltet,voll Gespür. Energie fließt leise,nicht drängend,sondern wissend –wie Wärme im Abendlicht. Sie verlangt nichts.Sie schenkt. Und wer sie ansieht,wird stillund stark zugleich.

myBlume + Gedicht

Blätter im späten Herbst

Zusammengefaltet steht sie da,nur Blätter noch, kein Blühen mehr.Die Farbe ist ein leises Grün,vom Sommer bleibt ein sanfter Schimmer. Kein Duft, kein Aufbruch, keine Schau,nur Ruhe in den Adern der Pflanze.Sie weiß: Die Blüte ist nicht fort,sie hat sich nur nach innen gelegt. Im Schweigen wächst bereits der Frühling.

myBlume + Gedicht

Sonnenblume im Winter

Ich stehe still im weißen Feld,der Stiel vom Frost umarmt,und trage in mir den Sommer,der mich einst weit geöffnet hat. Gelb war mein Lachen im Licht,braun mein Herz, voll Körner und Zeit,blau der Himmel über mir,der mich jeden Morgen grüßte. Nun hat die Sonne sich versteckt,sie geht leis hinter Wolken fort.Doch ich erinnere ihr Gesicht,warm,

myBlume + Gedicht

Rosen im Abblühen

Die Rosen lassen los,mit voller Kraft getanzt,noch warm von Licht,noch randvoll Leben. Freude steht in ihren Adern,Energie im letzten Leuchten,und ja – auch Sterbengeht durch die Zeit. Doch auf den Blätternliegt ein Ganz:ein stiller Glanz,Tau wie Erinnerung. Nicht Ende nur,sondern Kreis.Nicht Verlust,sondern Ruhe im Ganzen.

myBlume + Gedicht

Erdbeere am Heuchelhof

Im Garten am Heuchelhof,still zwischen Gras und Licht,liegt die Erdbeere. Ein feinroter Blattsaumzeichnet ihren Rand,als hätte der Sommermit ruhiger Handeine Linie gesetzt. Kein Ruf, kein Glanz.Nur Nähe.Nur Reife.Ein kleines Rot,das den Gartenatmen lässt.

myBäume + Gedicht

Waldkiefer im Winterlicht

Die Waldkiefer steht im Winter frei,ihr Atem raucht, ihr Stamm wird neu.Die Zweige tragen stillen Traum,gezeichnet fein vom kalten Raum. Die Sonne sinkt, ein letzter Scheinlegt Gold und Glut auf jedes Bein.Der Abend küsst den rauen Stamm,so warm, wie nur der Winter kann. Im roten Licht, das langsam bricht,steht sie ganz ruhig, verliert sich nicht.Und

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