myBlume + Gedicht

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Die gleiche Rose

Am frühen Morgenliegt sie still,rosé und fast durchscheinend —ein Hauch von Rot,noch zögernd,geboren aus der Nacht. Mittags dannleuchtet sie kräftiger,Rot wie ein Herzschlag,durchwärmt von Sonne,ihr Duft voller Leben,voller Mut. Am Nachmittagtanzt Licht in ihren Blättern.Gold trifft Karmin,und ihre Farbe spricht:„Ich wachse.Ich bin da.“ Doch wenn die Kälte kommt,wenn Abendluft ihr nahe rückt,bleibt ihre Farbe unverändert […]

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Gräser am Heuchelhof

Im Sommer stehen sie hoch,Gräser, leicht und voller Licht,und der Wind spielt mit ihnenwie mit einer alten Melodie. Sie rauschen, sie tanzen,sie brennen voller Sonne,voller großer Energie,als wollten sie den Himmel berühren. Und wenn der Winter kommt,bleiben sie – still, stolz, aufrecht.Ihre Halme tragen Frost wie Schmuck,ihre Spitzen glänzen im frühen Morgenlicht. Nebenan, im Nachbargarten,steht

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Orange-rote Rosen im Regen

Im Dunst erwacht die Stadt so sacht,am Main ein silbern stilles Lachen.Der Himmel tropft in weicher Pracht,auf Rosen, die im Regen wachen. Orange-rot ihr leises Glühn,so warm im kühlen Morgenschweigen,als wollt’ der Tag sich zu ihnen ziehn,um neues Licht im Grau zu zeigen. Ein Tropfen hängt am Blütenrand,wie Träne, zart und unentschieden.Er fällt – und

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Chrysanthemen im Schatten

Im Garten ruht das späte Licht,die Luft schon kühl, der Abend spricht.Chrysanthemen glühn im Rund,orange-rot, mit gelbem Grund. Ein Feuer, still und ohne Brand,verglüht im Wind, in meiner Hand.Die Schatten tanzen, zart und sacht,wie Stimmen aus der Herbstennacht. Sie leuchten noch, wenn alles schweigt,wenn Nebel sanft die Wege zeigt.Ein letzter Gruß, so warm, so klar

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Rosé in Hellrot

Ein Glas in der Hand,leicht beschlagen vom Atem der Stadt,roséfarben, hellrotwie ein Gedanke, der nicht laut wird. Blätter wirbeln über das Kopfsteinpflaster,leichtfüßig wie Gelächter, dasvon einem Platz in die Gassen gleitet,hinüber zum Perlachturm,wo die Sonnezwischen Alt und Neuein goldrotes Netz spinnt. Der Rosé leuchtetgegen das Laub –ein Wein wie ein Fensterin einen stillen Moment,hellrot, aber

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Mädchenauge, stolz und klar

Ein Mädchenauge, stolz und klar,blickt in die Welt, wie’s immer war.Acht Blätter trägt’s, in Rot und Gold,so zart gemalt, so leuchtend, bold. Im Innern glühn die Samenkörner,wie kleine Sonnen, ewiglerner.Sie halten fest, was Leben will,im Sommerwind, so stark, so still. Es schaut mit Blicken, warm und weit,erzählt von Glanz und Vergänglichkeit.Ein Mädchenauge, still im Feld

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Farben, Lust und Zärtlichkeit

Eine Rosé im Regen steht,ihr Duft vergeht, ihr Glanz verweht.Die Tropfen fallen, schwer und sacht,wie Tränen einer stillen Nacht. Sie weint um Sommer, warm und weit,um Farben, Lust und Zärtlichkeit.Und jeder Tropfen, der sie küsst,erzählt, was längst vergangen ist. Im Winter starb sie – still, allein,doch trägt ihr Regen Nachlass heim.In jeder Pfütze, jedem Stein,lebt

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Sie tuten weit, sie leuchten hell

Sie tuten weit, sie leuchten hell,rot und gelb im Glanz so schnell.Auf grünem Stil, so stark, so rein,strömt Energie in jedes Sein. Sie rufen laut in Sommerluft,ihr Klang ist Farbe, Duft ist Kraft.Ein Tuten, das die Stille bricht,wie Sonne durch ein Morgengesicht. Weit und groß, im Lebensspiel,die Blüte singt, was bleiben will.Rot, Gelb, ein Strahl,

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Ringsum riecht’s nach Moos und Zeit

Im Heuchelhöfer Wald, ganz still,steht ein großer Pilz, so wie er will.Sein Hut – ein Braun mit weißem Rand,vom Zahn des Waldes leicht verkannt. Ein Blatt ruht sanft auf seinem Dach,vom Wind gebracht, ganz sacht, ganz schwach.Der Pilz hält still, er trägt es gern,als wär’s ein Gruß vom Herbst so fern. Ringsum riecht’s nach Moos

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Zwischen Regen und Licht

Ein Blatt,gerötet vom Abschied,trägt Tropfen wie Erinnerungen. Sie glitzern,fangen das letzte Licht,bevor der Tag vergeht. Zwischen Gelb und Rotfließt Zeit –sanft, still, unaufhaltsam. Im Hintergrundverblasst die Welt in Wärme,doch dieses eine Blattbleibt klar, lebendig,wie ein Atemzug der Vergänglichkeit.

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